Der jung verstorbene Robert Mapplethorpe ist einer der herausragenden Fotografen des 20. Jahrhunderts. Die ästhetischen Schwarz-Weiß-Fotografien der oft männlichen nackten Körper schockieren und faszinieren zugleich. In Düsseldorf gibt es nun eine Ausstellung, in der 150 seiner Fotografien zu sehen sind, von den frühen Polaroids aus den 70er Jahren bis hin zu Selbstportraits aus dem Jahr 1988. Unter den ausgestellten Werken befinden sich auch solche, die von vielen in den 80er Jahren als gefährliche Schönheit eingestuft wurden. 6.Februar bis 15.August, NRW-Forum Düsseldorf
Reto Rigassi ist mehr Alchimist als Fotograf. Er nutzt die Kräfte der Natur, um seine künstlerischen Experimente durchzuführen: Auf dem Gotthard ließ er den Vollmond das Fotopapier belichten und die Ströme von Entwickler und Fixierbad den Gesetzen der Schwerkraft gehorchen. Zuweilen gestattet er dem Zufall, in seine Arbeit einzugreifen. So fiel ihm an einem stürmischen Tag an der schottischen Küste der belichtete Film ins Meer. Die entwickelten Bilder zeigten daraufhin ein Zufallspuzzle aus dunklen wolkigen Flecken und klar erkennbaren Stellen. Eine neue Technik war geboren, die er auch für eine andere Arbeit nutzte: Mit einer alten Zeiss Ikon Box hielt er den morbiden Charme Venedigs fest und tauchte dann die Filme in Salzwasser. Der Film aus der Reihe “PHOTOsuisse” stellt den Schweizer Fotografen Reto Rigassi vor.
Porträt der Kriegsfotografin Ursula Meissner
Ursula Meissner ist eine unerschrockene Frau. Seit über 20 Jahren reist die Fotografin aus Rheinhessen zu den Krisenherden der Welt, um für Zeitschriften und Hilfsorganisationen das zu dokumentieren, was sich die meisten hierzulande nicht einmal vorstellen können. – Porträt der Fotografin, die in ihren Bildern belegt, was Krieg und Zerstörung für die Opfer bedeuten, vor allem für Frauen und Kinder.
Günther Spillner ist Jäger. Allerdings sind die Zeiten, in denen er mit Büchse und Hund im Revier unterwegs war, längst vorbei. Heute „jagt“ Spillner den Moment, und die Momente die er einfängt, sind preisgekrönt.
Günther Spillner ist Wildtierfotograf. Der Unternehmer im Ruhestand hat schon auf der ganzen Welt fotografiert. Sein Lieblingsrevier ist jedoch der Sachsenwald vor seiner Haustür. Ein Revier, das er wie seine Westentasche kennt. Seine Fähigkeiten als Jäger sind bei seiner jetzigen Arbeit mehr gefragt denn je. Er muss das Verhalten der Tiere kennen, sich lautlos anschleichen, manchmal stundenlang warten – ob im Tarnzelt, auf dem Hochsitz oder versteckt in seinem Auto. Der Seeadler zum Beispiel fehlt ihm noch in seiner Sammlung. Dann bekommt er einen Tipp: An einem kleinen See in Holstein hat sich ein Pärchen angesiedelt. Der Fotograf packt sein Tarnzelt ein und fährt los, die „Jagd“ beginnt.
100 Jahre Leben – Gesichter, die ein Jahrhundert erlebt haben Das lange Leben zeigt sich in ihren eindrucksvoll zerfurchten Gesichtern. Hundert Hundertjährige ließen sich von dem Fotografen Andreas Labes porträtieren und darüber hinaus zu ihrem Leben befragen. Entstanden sind beeindruckende Portraits.
Wer im Düsseldorfer Museum K 21 den Raum “El Caso” betritt, spürt und denkt sogleich: Archiv, Gedenkstätte, Grabkammer, Trauer. Dominiert wird der Saal von drei nebeneinander aufgestellten Holzregalen, die gefüllt sind mit Stapeln fein säuberlich aufgeschichteter Leintücher. An den Wänden hängen 40 gerahmte Porträtfotos. Boltanski, 1944 in Paris geboren, hat diese Installation 1988 erstmals in Madrid gezeigt. “El Caso” ist der Name eines spanischen Revolverblattes, dem der Künstler die 40 Fotos entnommen hat. Sie zeigen Täter und Opfer von spektakulären Gewaltverbrechen, über die “El Caso” berichtet hat. “Ich versuche, eine primäre Emotion herzustellen… So wie man im Kino weint”, hat Christian Boltanski einmal gesagt. In seinen Werken stellt er individuelles und kollektives Erfahren gegenüber und setzt sich mit Vergangenheit und Vergänglichkeit auseinander. Beim Betrachter setzt “El Caso” eine Kette von Assoziationen in Gang. Am Ende stehen Vergessen und Tod – oder vielleicht doch Erinnern und Leben.
Urs Lüthi ist so etwas wie ein “Polizist des guten Geschmacks”: “Ich registriere die Sünden der Welt, die ästhetischen. Dann gehe ich nach Hause und mache daraus etwas Schönes. Damit man nicht immer darunter leiden muss.” Lüthi lässt sich nicht festlegen, schon gar nicht auf ein bestimmtes Medium. Unter anderem ist er auch Bildhauer, Maler und Grafiker und befasst sich mit Rauminstallationen und Videos. 2001 sorgte er auf der Biennale in Venedig mit seiner Figur “Jedermann” einmal mehr für Aufsehen. Ein Porträt des Künstlers aus der Reihe “PHOTOsuisse”.
Robert Lebeck fängt mit seiner Kamera das Konsumverhalten der Menschen in der Krise ein.
“Modefotograf Nick Knight sprengt Konventionen”
1972 geht ein Foto um die Welt: Es zeigt die neunjährige Vietnamesin Kim Phúc, die mit schmerzverzerrtem Gesicht um ihr nacktes Leben läuft. Bei dem Versuch, einem Napalmbombenangriff zu entkommen, erleidet sie schwerste Verbrennungen. Innerhalb von Tagen ist Kim Phúcs Foto in allen Zeitungen, und bis heute ist das Bild ein Sinnbild für die Unmenschlichkeit des Krieges. Die Dokumentation von Marc Wiese erzählt, wie die bislang weitgehend unbekannte Geschichte des Mädchens auf dem Foto weiterging.